Frank Strobel gehört zu den international versierten Dirigenten mit einem stilistisch ungemein vielfältigen Repertoire. Er ist seit Jahren einer der wichtigsten Protagonisten im interdisziplinären Bereich von Film und Musik - durch sein Engagement hat das FilmKonzert Einzug in die führenden Opern- und Konzerthäuser gehalten.

Als Gastdirigent arbeitet Frank Strobel in Filmmusikprojekten und mit sinfonischem Repertoire mit Orchestern wie der Filarmonica della Scala, dem HR-Sinfonieorchester Frankfurt, LA Opera Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Philharmonia Orchestra, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Seattle Symphony, den Staatskapellen Berlin und Dresden, dem Sydney Symphony, den Wiener Symphonikern und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Eigene Konzertreihen verbinden ihn eng mit der Alten Oper Frankfurt und der Tonhalle Zürich. Frank Strobel war zuletzt Chefdirigent des WDR-Funkhausorchesters.

In der Saison 2026/27 dirigiert Frank Strobel die Erstaufführung von Jean Cocteaus LA BELLE ET LA BETE mit der Musik von George Auric im Théâtre du Châtelet in Paris. Zudem gibt er sein Debut beim Orchestre symphonique de Montréal mit Gottfrieds Huppertz Partitur für METROPOLIS. Mit einem Tribut an Ennio Morricone, aus gleichermaßen filmsinfonischen und sinfonischen Werken, leitet er das Orchestre Philharmonique de Radio France und den Choeur de Radio France im Maison de la Radio in Paris. Weitere Engagements führen ihn zum HR- Sinfonieorchester Frankfurt, der NDR-Radiophilharmonie, dem Orchestre National de Lyon, Orchestre National Capitole Toulouse, Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Orchestre Philharmonique Royal de Liège, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und zum Tonhalle-Orchester Zürich.

Frank Strobel ist besonders in der französischen Musikszene zu Hause. Im Juni 2026 fand die Aufführung von Prokofjews Kantate Alexander Newski mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und dem Choeur de Radio France im Maison de la Radio in Paris statt. Zuvor leitete er die Uraufführung von Abel Gances Filmklassiker NAPOLÉON in der Seine Musicale in Paris mit dem Orchestre National de France, dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie dem Choeur de Radio France. Zur Erstaufführung kam dabei eine neue Musikkompilation, revidiert von Simon Cloquet-Lafollye, mit einer Vielzahl von Originalkompositionen von Mozart bis Wagner. So hat er im Februar 2023 die neue Partitur von David Hudry für BERLIN. SINFONIE EINER GROßSTADT mit dem Orchestre National de France uraufgeführt. Im März 2023 folgte die Premiere des Filmkonzerts mit dem Orchestre National de Lyon zum Spielfilm KAAMELOTT: PREMITER VOLET vom Produzenten, Schauspieler und Komponisten Alexandre Astier. Die Premiere des Filmmusikkonzerts CHAPLIN IN CONCERT. WITH A SMILE fand unter seiner Leitung in der Philharmonie Paris mit dem Orchestre de Paris statt. Frank Strobel ist regelmäßiger Gast in der Pariser Philharmonie, beim „Festival Lumière. Grand Lyon Film Festival“ und dirigierte bei den Victoires de la Musique.

Ein weiteres großes französisches Projekt konnte 2019 bei dem Musikfest Berlin in Berlin und anschließend in Lyon realisiert werden: das gewaltige siebenstündige Stummfilmepos LA ROUE von Abel Gance mit der Original-Kompilation von 117 Werken französischer Komponisten der Jahre 1880 bis 1920. Sergej Prokofjews Musik zu den Filmen ALEXANDER NEWSKI und IWAN GROSNY wurde von Frank Strobel rekonstruiert und beim Musikfest Berlin uraufgeführt. Die endgültig restaurierte Fassung von METROPOLIS feierte – nach dem Fund einer Originalkopie 2008 in Buenos Aires – ihre Premiere bei der Berlinale 2010 mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) unter der Leitung von Frank Strobel. In der Semperoper Dresden fand 2006 die Wiederaufführung des ROSENKAVALIER-Films mit der Originalmusik von Richard Strauss und der Sächsischen Staatskapelle Dresden statt.

Neben seiner filmmusikalischen Tätigkeit hat Frank Strobel internationale Anerkennung für Erst- und Wiederaufführungen von Werken der Komponisten Alfred Schnittke, Franz Schreker, Alexander von Zemlinsky und Siegfried Wagner erlangt. Der große russische Komponist Alfred Schnittke fand in Strobel einen geistesverwandten Freund und idealen Interpreten seiner Werke. Bis heute liegen die Bearbeitungsrechte seiner Kompositionen bei Frank Strobel.

Im Jahr 2000 gründete Frank Strobel zusammen mit Beate Warkentien die Kulturinstitution Europäische FilmPhilharmonie, die das Genre Musik und Film im Konzertsaal künstlerisch weiterentwickelte. Eine besondere Bedeutung für diese Entwicklung kam dabei seiner langjährigen Kooperation mit dem TV-Sender ZDF/ARTE zu, für dessen Stummfilmprogramm Frank Strobel als Berater und Dirigent wirkte.

In seiner umfangreichen Diskographie nehmen die Ersteinspielungen der Filmmusiksuiten von Alfred Schnittke in Frank Strobels Bearbeitung mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin einen besonderen Platz ein, bisher sind sechs CDs bei dem Label Capriccio erschienen. Die fünfte CD dieser Serie erhielt einen Opus Klassik 2022.

Im Juli 2026 wurde Frank Strobel für seine Verdienste um das französische Kulturerbe mit dem Chevalier de l’ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet

 

2025/2026
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